Wie mein erstes Buch 1750 entstand

Die Geschichte meines ersten Buches begann lange bevor ich die erste Zeile schrieb. Schon seit vielen Jahren beschäftigte ich mich mit der österreichischen Geschichte, besonders mit Maria Theresia und dem Wien des 18. Jahrhunderts. Zehn Jahre lang recherchierte ich historische Einzelheiten, las über die damalige Zeit und entdeckte immer wieder neue Geschichten, die mich faszinierten.

Vor allem Wien ließ mich nicht mehr los. Wenn ich mich mit den alten Bauwerken, den Palästen und Kirchen beschäftigte, fragte ich mich oft, was sich wohl hinter ihren Mauern abgespielt hatte. Jedes dieser Gebäude hat seine eigene Geschichte. Manche sind bekannt, andere sind längst in Vergessenheit geraten. Gerade diese Verbindung zwischen den erhaltenen Zeugnissen der Vergangenheit und den Geschichten der Menschen, die damals dort lebten, faszinierte mich.

Irgendwann entstand daraus der Wunsch, selbst eine Geschichte zu schreiben, die in dieser Zeit spielt. Ich wollte mein Wissen nicht einfach für mich behalten, sondern es in einen historischen Kriminalroman einfließen lassen. So entstand die Idee zu 1750.

Bis aus dieser Idee ein fertiges Buch wurde, dauerte es allerdings seine Zeit. Ich hatte mich jahrelang mit der Epoche beschäftigt, doch eine Geschichte zu entwickeln und sie tatsächlich bis zum Ende aufzuschreiben, war eine andere Herausforderung. Der Gedanke an das Buch begleitete mich, aber es gab immer wieder Dinge, die Vorrang hatten. Mein Vorhaben blieb bestehen, ohne dass ich es zu Ende brachte.

Dann musste ich mich einer Herzoperation unterziehen.

Nach diesem Eingriff sah ich manches anders. Ich wollte nicht länger etwas aufschieben, das mir so viel bedeutete. Die vielen Jahre, in denen ich recherchiert und mich mit dieser Epoche beschäftigt hatte, sollten nicht einfach dabei bleiben. Ich wollte endlich das Buch schreiben, das mir schon so lange im Kopf herumging.

Also setzte ich mich daran und arbeitete weiter an meiner Geschichte, bis ich sie schließlich fertiggestellt hatte.

Als ich 1750 zum ersten Mal als fertiges Buch in den Händen hielt, war das für mich ein besonderer Moment. Zehn Jahre lang hatte ich mich mit historischen Themen beschäftigt, und nun war daraus mein erstes eigenes Werk geworden. Es war ein gutes Gefühl, etwas abgeschlossen zu haben, das mich so lange begleitet hatte.

Doch 1750 bedeutet mir noch aus einem anderen Grund viel. Meine Beschäftigung mit der Geschichte Österreichs hat meine Verbundenheit mit meinem Land weiter geprägt. Ich interessiere mich für die Menschen, die hier gelebt haben, für ihre Lebensumstände und für die Ereignisse, die unser Land zu dem gemacht haben, das es heute ist. Diese Begeisterung wollte ich auch in meinem Buch zum Ausdruck bringen.

Natürlich ist 1750 ein Roman. Die Handlung ist eine erzählte Geschichte, keine wissenschaftliche Abhandlung. Dennoch war es mir wichtig, die historische Welt, in der sie spielt, mit Sorgfalt und Respekt vor der Vergangenheit darzustellen.

Ich schreibe, weil es mir Freude macht, Geschichten zu erzählen. Ich möchte meine Leser unterhalten, sie in andere Zeiten mitnehmen und ihnen Figuren begegnen lassen, deren Schicksale sie vielleicht noch eine Weile beschäftigen. Wenn jemand mein Buch gerne liest und am Ende das Gefühl hat, einige schöne oder spannende Stunden damit verbracht zu haben, freut mich das.

Mit 1750 habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Gleichzeitig hat dieses Buch den Grundstein für meine weitere Arbeit als Autor gelegt.

Heute weiß ich, dass es sich gelohnt hat, dieses Vorhaben zu Ende zu bringen. Nicht, weil ich damit unbedingt große Erfolge erreichen möchte, sondern weil ich etwas geschaffen habe, das mir persönlich viel bedeutet.

Ich bin A. Hattinger. 1750 war mein erstes Buch, und es wird für mich immer einen besonderen Platz behalten. Es erinnert mich an zehn Jahre voller Recherche, an meine Begeisterung für die Geschichte Wiens und an die Entscheidung, eine Idee nicht länger nur ein Gedanke sein zu lassen.